gina wahner

Ich glaube es gibt kaum ein Thema, das gerade für uns Frauen so schwierig ist, wie ESSEN. Entweder wir essen gar nicht, oder zu viel, oder unkontrolliert, oder total kontrolliert oder oder oder. Ich will nicht sagen, dass das nur Frauen betrifft, aber ich glaube, dass gerade wir Frauen sehr früh die falschen Dinge anerzogen bekommen und dann als großes Symptom diese Probleme mit dem Essen entstehen.

Ich habe mir ganz viel Zeit genommen, um die Folge für den Podcast vorzubereiten, damit ich wirklich alle Aspekte abdecke. Damit du die für dich wichtigen Punkte nachlesen kannst, oder weil du generell einfach lieber liest, habe ich dir den Inhalt nochmal hier auf dem Blog bereitgestellt!

  • was intuitives Essen meiner Definition nach grundsätzlich bedeutet, 
  • wieso wir Frauen es schwer haben, das von Anfang an zu tun und beizubehalten,
  • was ich schon für Diäten durch habe und wie ich zu intuitiver Ernährung gekommen bin
  • Die ultimative Lösung mit allen Tipps und wichtigen Gedanken – So integrierst du den intuitiven Lebensstil in dein Leben,
  • wie du als Beispiel vorangehen kannst, um es allen Frauen und angehenden Frauen in deinem Umfeld zu erleichtern, 
  • Kurzes Q&A mit Fragen, die ich auf IG bekommen habe

Ich möchte gerade nochmal erwähnen, dass es in dieser, wie auch allen anderen Folgen, zu 100% um meine eigenen Beobachtungen und Erfahrungen geht. Ich werde hier nichts empirisch oder wissenschaftlich belegen, sondern schlicht und ergreifend meinen Weg und meine Erkenntnisse daraus mit dir teilen und hoffe, dass du und ganz viele andere wunderbare Menschen erkennen, dass das wirklich kein Hexenwerk ist!

Was bedeutet intuitives Essen grundsätzlich?

Lass uns mal damit anfangen zu klären, was es für mich persönlich bedeutet, wenn ich von intuitiver Ernährung spreche. Grundsätzlich heißt das für mich, dass ich das esse, was mein Körper mir sagt, dass er das braucht, das heißt ich bin bewusst und aufmerksam meinem Körper und meiner Bedürfnisse gegenüber, dass ich nur so viel esse, wie ich tatsächlich hungrig bin und nicht zwanghaft aufesse, weil es muss ja weg. Dass ich nur dann esse, wenn ich körperlichen Hunger verspüre und nicht, weil ich glaube, dass ich unbedingt frühstücken oder zu Abend essen muss oder sowas.

Wenn ich das mal in 4 Punkte runterbreche dann sind das folgende:

(1) Ich esse mit dem Körper und nicht mit dem Kopf

(2) als logische Konsequenz darauf: Ich bin bewusst und aufmerksam rund ums Thema Essen und bekomme so schnell gesagt, was mein Körper mag oder gar nicht mag. So erstellst du in Teamarbeit mit deinen Körpersignalen ganz schnell deine eigenen Regeln was essen betrifft 😊

(3) Nur so viel und so lange, wie ich körperlichen Hunger habe und nicht stopfen. Du bist kein Mülleimer und hast einen Kühlschrank, in dem du das, was du nicht geschafft hast, aufbewahren kannst.

(4) Nur dann essen, wenn du Hunger hast und nicht, weil gesellschaftlich gesehen gerade eine Mahlzeit ins Haus steht.

Warum haben so viele und gerade Frauen Probleme mit intuitiver Ernährung?

Das muss ja alles irgendwo einen Ursprung haben und damit habe ich mich auch lange und ausgiebig beschäftigt. Wichtig zu verstehen ist, dass diese Probleme mit dem Essen keine URSACHE sondern immer ein Symptom sind. Das heißt, um das mal kurz vorwegzunehmen, dass du nie eine direkte Lösung für das Problem „ESSEN“ bekommst, sondern du wo ganz anders suchen und schauen darfst, um die wahre Ursache zu finden und diese zu lösen. Damit lösen sich dann natürlich auch die Symptome, wie das Essensproblem, von ganz allein!

Die Frage ist aber immer noch, wieso so viele Menschen und gerade Frauen überhaupt ein Problem damit haben!?

Wenn du eine Frau bist, dann lass dein Leben mal kurz Revue passieren und ich verspreche du wirst schnell verstehen, wovon ich spreche.

Wir kriegen so früh beigebracht, dass du als Frau DÜNN UND SCHÖN sein musst, um in der Gesellschaft anerkannt zu werden. JEDE ZEITSCHRIFT stellt Diäten vor, zeigt Stars, die Cellulite haben und betitelt die als Kraterlandschaft oder meint, dass die die Kontrolle über ihr Leben verloren hätten, wenn da ein bisschen Speck an der Hüfte ist. Und das pflanzt sich natürlich AUTOMATISCH in unser Bewusstsein. Das ist etwas, das du und ich und ganz viele andere Frauen beginnend mit Tag 1 gelernt haben. Serien wie GNTM machen das nicht besser, sondern wirken wie ein Verstärker. 

Ich kann mich zB. daran erinnern, dass ich früher Essenstagebücher geführt habe und teilweise Tage hatte, an denen ich nur Brühe getrunken habe, weil ich dachte, wenn die Mädels im TV als zu dick bezeichnet werden, dann bin ich das auch! Und ich war wirklich richtig jung!! Das war in den Anfangszeiten von GNTM. Natürlich war all das totaler Quatsch. Ich war ein atmender Stock und gerade in dem Alter war das nichts, womit ich mich hätte befassen sollen. Das Problem daran ist, dass unsere Gesellschaft dahingehend eine Vollkatastrophe ist und jungen Mädchen, wie mir damals, dieser Mist schon so früh in den Kopf gepflanzt wird.

So und dann wächst du auf und das schwingt super unberührt in deinem Unterbewusstsein mit. Jahrelang hörst und merkst du davon gar nichts. Das heißt aber auch, dass jede Erfahrung, die du dahingehend machst, sich unterbewusst aufsummiert. Und dann kommst du AUTOMATISCH an einen Punkt, in dem das unterbewusst gespeicherte dein aktives Leben unendlich zu beeinflussen beginnt.

Du schaust irgendwann in den Spiegel und bekommst das Gefühl, dass du ein paar Kilo zu viel hast und dann beginnst du als weitere Konsequenz vermehrt auf dein Essen zu schauen. Logisch, oder? Du fängst also an Kalorien zu tracken, Sport zu machen und das ganze unter Kontrolle zu stellen. Vielleicht bist du zusätzlich noch auf Social Media unterwegs, was uns in der heutigen Zeit zusätzlich negativ bestärkt und uns in dem Glauben, dass wir zu dick sind durch und durch unterstützt.

Und dann geht’s los. Du nimmst ab und zu. Und ab und zu. Und ab und zu. So richtig zugestehen tun wir uns diesen Teufelskreis dann ganz lange nicht. Es ist gesellschaftlich ja auch nahezu normal, dass Menschen solche Gewichtsschwankungen haben. Aber wenn du mal genauer hinschaust, dann stellst du fest, dass sich unser ganzes System dagegen wehrt. Fressflashs, absoluter Kontrollverlust und das Gefühl die Verbindung zu Intuition komplett zu haben und überhaupt nicht mehr zu wissen, was nun Ernährung für DICH PERSÖNLICH bedeutet kriegste gratis mit den übelsten Schlafstörungen, depressiven Zuständen, Haarausfall, Durchfall, Verstopfung vom Feinsten dazu. Ich könnte diese Liste ins Endlose gehen lassen. 

Als Konsequenz daraus versuchst du noch strenger mit dir zu sein und stellst noch mehr Regeln auf. Du beginnst dir vorzunehmen einfach nichts mehr zu kaufen, wovon du einen Fressflash haben könntest und dein psychischer Druck wird so groß, dass du im Laden nicht einmal mehr an Schokolade vorbeigehen kannst. Du kaufst sie, du frisst sie, weil mit Essen hat das nichts mehr zu tun und als weitere Konsequenz, next Step der Kontrolle, übergibst du dich. Herzlich Willkommen in der Bulimie.

Oder die andere Richtung, du verlierst dich so sehr in der Kontrolle des Essens, dass du Magersüchtig wirst.

Und jetzt möchte ich dir mal was sagen: Das Problem bist nicht DU! Und lass den Kopf bloß nicht hängen.

Das Problem ist das, was in deinem Unterbewusstsein mitschwingt. Und wenn du da nicht dran gehst und nicht zulässt, das aufzulösen und da wirklich dran arbeitest, dann sind die Chancen so richtig gesund zu werden echt gering. Und ich weiß, dass ganz viele Mediziner das anders sehen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass was auch immer deine Ursache ist, du das Symptom Essstörung loswerden kannst. Das Problem, das ich in der Behandlung dieser Krankheiten sehe ist, dass wie so oft in der Schulmedizin und Schulpsychologie nur mit dem Hammer auf ein Symptom geschlagen wird, nicht aber die Wurzel des Ganzen angegangen wird und dieser tiefgreifende seelische Aspekt außen vor gelassen wird. An dieser Stelle muss und möchte ich aber kurz anbringen, dass ich selbst nie in Behandlung war und mich dementsprechend nur auf das berufen kann, das ich von Menschen in meinem Umfeld mitbekommen habe. 

Naja – Schlussendlich bin ich der Meinung, dass es aufgrund dieser schrägen gesellschaftlichen Einflüsse, derer wir als Frau (und auch als Mann) unterliegen und unserer eigenen Erfahrungen, also Worte und Taten von anderen Menschen, quasi dazu erzogen werden, dass sich das Ganze auf diese Art und Weise festigt. 

Das Ding ist, dass du neben diesen direkten Verknüpfungen noch etliche weitere Dinge im Gepäck hast, die in dir einen unheimlichen Druck aufbauen und dann fängst du an das zu channeln und eben auf diesem Kanal rauszulassen. Auch das ist etwas total menschliches und nichts, wofür du dich jemals schämen müsstest.
Ich kann nur nochmal sagen, dass ich den ganzen Shit durch habe und jeden, der da gerade drin steckt einfach nur verstehen kann. Es ist einfach nur eine Erfahrung die du machst und es wird Zeit deine Wurzeln zu stärken!

Meine Story – Diäten, Ab- & Zunahme Kreislauf, und und und.. 

Wo ich gerade beim Thema bin.. Ich hole dich mal kurz in meine Geschichte rein. Ich verspreche, ich mach’s kurz!

Das erste Mal, dass ich “zu” war, hat mir damals jemand bei SchülerVZ gesagt. Kennst du das noch? Für alle, die es nicht kennen: Das war das, was Deutschland vor Facebook zu bieten hatte! Wir werden ja oft als “zu” bezeichnet – “zu dick”, “zu dünn”, “zu kleine Brüste”, “zu große Brüste”, “zu kurze Beine”, “zu lange Beine”, … Naja, du weißt was ich meine. Das erste Mal war ich ZU DÜNN. Tatsächlich hat jemand zu mir gesagt, dass ich aussehe wie eine magersüchtige und das wirklich nicht schön wäre. Das war super gemein. Damals hab ich ganz normal gegessen, was auf den Tisch kam und mir keine Gedanken darüber gemacht. Ich war regelmäßig reiten und super unsportlich. Also ich konnte keinen Kilometer Joggen ohne einen Lungenkollaps zu kriegen.
Das nächste, woran ich mich erinnere, war die Essenstagebuch und GNTM Sache, von der ich dir schon erzählt habe und irgendwann ging es dann weiter, als ich beriets im Studium war und da hatte ich dann den großen Knall. Ich fand mich zu dick, ich fing an Sport zu machen, um abzunehmen, meine Ernährung zu kontrollieren und machte dann eine Diät nach der anderen. Genau genommen verbrachte ich 2 Jahre damit eine Stoffwechselkur nach der anderen zu machen. 

Und eines möchte ich jetzt hier klar stellen: Ich gebe weder Diäten, noch Menschen die diese empfehlen, noch der Kur auf irgendeiner Art und Weise die Schuld an irgendwas. Ich glaube, dass alles seine Daseinsberechtigung hat und kenne viele Geschichten, bei denen all das tatsächlich viel gutes im Leben bewirkt hat! Wie zu Beginn gesagt, bin ich der Auffassung, dass das gesellschaftliche Konstrukt und das damit zusammenhängende Frauenbild das größere Problem sind, dem wir uns alle stellen dürfen.

Für mich war das alles – also diese Diäten – viel mehr ein Verstärker.. Ich hab in dieser Zeit Gewichtsschwankungen von gut 20 Kilogramm gehabt. Hoch und runter – immer wieder. Kanalisiert und rausgelassen irgendwann aufgrund von Überdruck in Fressattacken. Du kannst dir solche Situationen wie einen alten Teekocher vorstellen, der auf dem Herd erhitzt wird und aufgrund des steigenden Drucks im Innenraum anfängt zu pfeifen und sich so Platz schafft. Wenn du aber die Öffnung, durch die die Kanne bei steigendem Druck pfeift verschließt, dann explodiert das Teil. In etwa so stelle ich mir das vor, was in uns vorgeht, wenn wir uns in Fressattacken, Kotzen, Hungern etc befinden. Es ist ein sich immer weiter aufbauender Druck bei verschlossenen Kanälen. 

Wie bin ich zurück zu intuitiver Ernährung gekommen

Du hast in dieser Folge eine Sache jetzt schon öfter von mir gehört und das ist, dass das was du als großes Problem ansiehst, nämlich das Essen, eigentlich nur ein Symptom ist und das eigentliche Problem, für dich noch im Verborgenen liegt. Denn wenn du es schon gefunden hättest, dann hättest du es freilich schon gelöst.

Im Endeffekt ist das genau das, was ich getan habe. 

Lass uns da mal etwas genauer hinschauen. Mein großes Problem lag darin, dass ich überhaupt nicht in mir gefestigt war. Und ich lehne mich womöglich gerade sehr aus dem Fenster, wenn ich sage, ich vermute, dass mindestens 90% all derer, die ebenfalls mit Essstörungen und ähnlichen Problematiken eine Symptomatik aufweisen, die gleiche Ursache haben, wie ich sie hatte. In kurz und als Bild gesagt: Stell dir vor wir alle sind wie Bäume. Im Laufe unseres Lebens wachsen wir und strecken unsere Äste und Blätter in verschiedene Richtungen. Dabei bilden sich manche Äste mehr aus, als andere. Das Problem ist, wenn deine Wurzeln nicht genug ausgebildet sind, dann hast du nicht die Kraft den Winden des Lebens standzuhalten und schaffst es nicht die einzelnen Teile deiner Baumkrone gleichmäßig zu versorgen, so dass einige große Äste brechen und vielleicht absterben. Wenn du jetzt also das Gefühl hast, boah krass, ich weiß irgendwie nie was ich will und bin mir meiner selbst nicht so sicher, dann darf ich dich jetzt beglückwünschen und sagen, dass wir die Grundursache der Ursache hinter dem Symptom gefunden haben. 

Das heißt, dass wenn wir nicht lernen mehr in uns hineinzuhören und vor allem auch in uns hineinzuwachsen, dann hören wir nie auf die Lebenshüte anderer Personen aufzusetzen. Lebenshüte meint zum Beispiel der Figur anderer Menschen hinterher zu eifern, anderer Menschen Ziele einfach zu adaptieren, weil wir denken “Joa, könnte ich auch mal machen!” oder noch ein Beispiel stumpf andere Routinen übernehmen, weil wir sehen, dass bei jemand anderem klappt. 

Ich möchte dich gerade mal dazu animieren, die Dinge immer durch deinen eigenen Prüfstand zu schicken. Dafür musst du aber wiederum wissen, was du brauchst. Also was du wirklich benötigst, um dein Leben im aktuellen Moment mit Dankbarkeit und einem guten Gefühl zu verbringen. Und ich für mich, mache das basierend auf 5 Fragen. Die ersten vier Fragen sind super wichtig und die dürfen wir uns meiner Meinung nach alle stellen. Meine ganze Entwicklung beruht auf diesen Fragen!

WER BIN ICH? WAS BRAUCHE ICH? WAS WILL ICH? WARUM WILL ICH DAS? WAS MUSS ICH DAFÜR TUN?

Das krasse ist, dass wenn du daran arbeitest, diese Fragen in dein Leben zu integrieren und somit deine Wurzeln zu vertiefen und deinen eigenen Lebenshut zu erschaffen, dann löst sich nicht nur die Essensproblematik Step by Step auf, sondern du hast keinen Struggle mehr Entscheidungen zu treffen, weißt immer wo du hin willst, merkst sofort, welche Person du in deinem Leben möchtest und welche nicht. Das heißt diese ganzen Krisen lösen sich Step by Step auf. Das witzige ist, dass wir gerade am Grundgerüst meiner Arbeit und meiner Arbeitsweise angekommen sind. Das ist also genau das, was ich jedem Menschen wünsche und woran ich Tag für Tag arbeite, damit mehr und mehr Menschen dieses Gefühl und diese Philosophie in ihr Leben integrieren können. 

Die ultimative Lösung mit allen Tipps und wichtigen Gedanken – So integrierst du den intuitiven Lebensstil in dein Leben 

Die ultimative Lösung ist es also deine Wurzeln auszubilden und daran zu arbeiten, dass du diese fünf Fragen für dich selbst beantworten kannst, weil du damit schlussendlich als ein absolut logisches Resultat dein Leben ganz anders kreierst und vor allem auch frei von äußerem Druck. Das gesellschaftliche Konstrukt und der damit einhergehende Druck hat sich dann nicht verändert, auch die Erlebnisse, die du machst, verändern sich nicht, aber dadurch, dass du dann so in dir gefestigt bist, so tiefe Wurzeln hast, verändert sich die Art deines Umgangs mit all dem. Das heißt du sorgst aktiv dafür, dass du dich den Dingen in deinem Unterbewusstsein durch erhöhtes Bewusstsein und durch erhöhte Aufmerksamkeit Step by Step stellst. Das wiederum hat zur Konsequenz, dass du viel freier wirst und wenn du dir jetzt wieder die Teekanne vorstellst, dann wirst du auf deine Art und Weise Wege finden, diese ganzen Schmerzpunkte und diesen sich aufbauenden Druck gehen zu lassen und in Kraft umzuwandeln. 

Und wenn du verstanden hast, worum es hier gerade wirklich geht, dann verstehst du auch, dass du deine Regeln selbst machst. Nur weil intuitives Essen für mich bedeutet, dass ich mich nicht an Mahlzeiten halte und dementsprechend nicht frühstücke, wenn ich keinen Hunger habe, heißt das nicht, dass das bei dir auch sein muss. Wenn du das Prinzip der 5 Fragen erstmal in dein Leben integriert hast, dann baust du dir deinen eigenen Lebenshut. Du musst nichts ändern das für dich funktioniert – das gehört im übrigen zu dem Prüfstand, von dem ich vorhin sprach. 

Und wenn ich das, was ich dir hier gerade an Informationen bereitgestellt habe, genauer durchdenke, dann sprechen wir hier gerade nicht darüber, wie du endlich deine Essstörung los wirst, oder in ein intuitives Essverhalten kommst, sondern ich gebe dir gerade den Schlüssel meines Lebens und meiner Arbeit in die Hand!

Ab jetzt gehst du als Vorbild voran und wirst das Leben vieler Frauen verändern

Ich freue mich, dass mit dir von jetzt an ein Mensch mehr da draußen ist, der verstanden hat, dass alles von innen kommt. Dass der Schlüssel darin liegt, tiefer zu gucken und Akzeptanz zu finden. Ich freue mich, dass alle Mädels, die in deiner Umgebung aufwachsen sich ein großes Stück Mut und Zuversicht für ihren Lebensweg mitnehmen können. Ich freue mich, dass du als Vorbild für eine ganze Generation vorgehen kannst und wirst, indem du das, was du hier jetzt gelernt hast für dich umsetzt und dir deinen Lebenshut baust und anderen vielleicht davon erzählst.

 

Und bevor ich jetzt noch in ein kleines Q&A mit drei Fragen gehe, möchte ich dir eine Sache anbieten:
Wenn du dich jetzt fragst, wie du all das in dein Leben integrieren sollst und das umsetzen sollst, dann atme erstmal durch. Ich bin mir zu 100% sicher, dass du deinen Weg gehen wirst. Befreie dich erstmal von dem Teekesselsyndrom und friss nicht alles in dich rein. Wenn du es nicht schaffst das alleine zu integrieren, dann schau dir Möglichkeiten an, wie du das unterstützt machen kannst. Wenn du mit mir arbeiten möchtest, dann fühl dich herzlich eingeladen an I AM und der Online Mastery zum Ende des Jahres teilzunehmen. I AM basiert in seiner reinsten Form auf dem Bilden der Wurzeln, von denen ich hier gesprochen habe. Es ist also ein Tag, an dem wir schauen, wie wir deine Wurzeln vertiefen können, an dem ich dich in Übungen begleite, die dich zu deinen individuellen Antworten bringen und wenn du möchtest, dann hast du sogar die Möglichkeit dich einzeln von mir coachen zu lassen. Ich packe dir den Link zur Anmeldung zu I AM mit einem Rabattcode, den ich dir jetzt spontan gebe, in die Shownotes. Und wenn du noch Fragen dazu hast, dann schreib mir einfach – wir finden für fast alles eine Lösung! 

 

Zum Schluss möchte ich nun noch ein kleines und schnelles Q&A machen:

  1. isst du auch vegan intuitiv oder hast du schon mal Lust auf was anderes und wenn ja, isst du es dann?

Tatsächlich habe ich gar keinen Japp auf irgendwas, das außerhalb meiner Entscheidung vegan zu leben liegt. Ich denke, dass das vor allem auch daran liegt, dass das keine Entscheidung auf der ersten Ebene, sondern auf der zweiten tiefer liegenden Ebene war. Um das kurz zu erklären: Ich bin der Meinung, dass wir Entscheidungen auf zwei Ebenen treffen können auf der ersten “logischen” Ebene und auf der zweiten “fühlenden/authentischen” Ebene. Ich kann das gerne mal außerhalb dieser Folge erklären, was ich mit den beiden Ebenen meine. Kurz gesagt habe ich die Entscheidung zum Veganismus in einem längeren Prozess auf die zweite Ebene gebracht und somit steht sie zu 100% mit meinem Wer bin ich, Was brauch und will ich im Einklang und dahingehend gibt es nichts worauf ich verzichten müsste 🙂 Wenn ihr da mehr zu wissen wollt, dann schreibt mir am besten eine Nachricht bei IG damit ich das merke 😛 

 

  1. Was hat dir gegen die Angst der Zunahme geholfen?

Hier fand ich die Fragestellung ganz interessant. Wir können nichts gegen Angst tun, aber mit ihr arbeiten. Angst ist im Übrigen ebenfalls etwas, das sich auf ganz sympathische und angenehme Art und Weise in dein Leben integriert, wenn du lernst deine Wurzeln ausbreiten und zu stärken. Also auch nur ein Symptom und nebenher ein richtig richtig netter Indikator für “Was will ich”. Nutze ich unendlich oft!

 

  1. Wie hast du es geschafft dich über negative Gedanken hinwegzusetzen?

Unsere Gedanken sind unser größtes Geschenk und sie sind auch ein großer Indikator für die Art wie wir unser Leben leben und welche tiefsitzenden Glaubenssätze wir haben. Wenn du allgemein negative Gedanken auflösen willst, dann hilft es hier wieder tiefer zu gehen und die Grundursache hinter der Ursache zu bearbeiten. Heißt: Negative Gedanken oder das, was wir als solche betiteln haben ihre Ursache oft auch darin, dass wir uns unserer selbst wenig bewusst sind und im Teekannensyndrom leben. Also hier auch wieder die ultimative Lösung: Bilde Wurzeln und lerne mit den Winden des Lebens zu tanzen. 
Ich hoffe wirklich, dass du ganz viele Klick Momente hattest und du ganz viel für dich mitnehmen konntest und nun als Vorbild für andere vorausgehen wirst. Ich für meinen Teil möchte dir zum Abschied noch eines sagen:
DU BIST TOLL! Du bist unglaublich schön und wertvoll und das worüber du dir die ganze Zeit dein Köpfchen zerbrichst, möchte dir was mitteilen. Du bist nicht falsch oder komisch, oder sonst irgendwas – du bist ein Mensch und genau so, wie du bist, bist du richtig!

Steve Jobs hat sich jeden Morgen vorm Spiegel eine Frage gestellt:
„Wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre, würde ich das tun wollen, was ich heute tue?“

Genau diese Frage habe ich euch in meiner Instagram-Story gefragt. Ich habe gefragt, ihr habt geantwortet und kurz darauf war ich geschockt!

Leute, wir müssen reden!!

Ich habe mich dazu entschieden dieses Thema nicht nur im Podcast (Folge #031: Das Ding mit der Endlichkeit), sondern auch hier auf der Website in unserem Blog zu thematisieren. Ich weiß, dass einige nicht gerne zuhören, aber dafür gerne lesen und ich möchte, dass du nächstes Mal, wenn ich diese Frage stelle, mit „JA“ antworten kannst bzw. du eine Idee davon bekommst, wie du es schaffst dahin zu kommen, dass du „JA“ sagen kannst!

Die Frage ist so einfach, wie sie wichtig ist. Nach kürzester Zeit, die sie in meiner Story bei Instagram war, zeichnete sich in euren Antworten eine ganz klare Tendenz ab – NEIN!

Ehrlich gesagt, hat mir das echt ein bisschen den Atem verschlagen.. Warum nein? Also ernst gemeint: WIESO NEIN?

Genau darum soll es heute gehen. Ich möchte dieses Thema aus einer anderen Sicht beleuchten und dir mal für etwas die Augen öffnen, von dem ich nicht sicher bin, ob du darüber schon einmal auf diese Art und Weise nachgedacht hast.

Ich glaube, dass ganz viele von uns völlig verschobene Ansprüche an ein geiles Leben und vor allem an den letzten Tag haben.

Ich erzähle dir mal von meiner Traumvorstellung von Sterben bzw. von meinem letzten Tag:
Stell dir mal so einen richtig geilen Sommertag vor. Ich bin mit allen Menschen, die ich liebe und je geliebt habe, allen, denen ich nochmal was sagen möchte, die ich nochmal umarmen möchte usw. zusammen. Ein jeder von uns ist noch richtig fit. Ehrlich gesagt, sehe ich uns alle ziemlich jung. Jung sterben möchte ich übrigens nicht.
Wir sind auf dieser einzigartigen Lichtung zusammengekommen. Die Sonne steht tief und färbt alles in diesen wunderschönen und warmen Farben. Die Musik ist laut, das Gelächter ist lauter und irgendwann ist der Moment gekommen und ich habe mit dem letzten Menschen, gesprochen. Ich konnte mir auf dieser Party genügend Zeit nehmen, um mit jedem einzelnen Menschen zu reden. Vielleicht, um einander Mut zusprechen,  oder um nochmal richtig miteinander zu lachen, um einander zu verzeihen und um Abschied zu nehmen.
Und dann mache ich mich auf meine Reise – die letzte Reise meines Lebens. Während die Sonne untergeht, gehe ich in einem wunderschönen weißen Kleid – übrigens tragen alle weiß – auf eine Brücke zu. Was hinter der Brücke liegt kann ich nicht erkennen. Da ist nur Licht. Wunderschönes, glitzerndes Licht. Meine Füße berühren den ersten Teil der Brücke und Schritt für Schritt gehe ich auf ihr weiter. Auf der Mitte angekommen, kurz vor meinem Eintritt in das Licht, drehe ich mich nochmal um. Ich lächle, winke und strahle über mein ganzes Gesicht.. und ich rufe „War ein geiler Ritt, wir sehen uns auf der anderen Seite!“. Dann ist es soweit und ich gehe meinen letzten Schritt auf dieser Welt und ich trete in das Licht ein. 

Wenn du mich fragst, wie der perfekte Tag wäre, um zu sterben, dann wäre er wohl so, wie ich ihn dir eben beschrieb. Schöne Vorstellung, oder?

Ich kann dir eines sagen: So wird es nicht passieren!

Wusstest du, dass ganz viele Menschen auf dem Klo sterben? Kein Scherz! Als ich in meinem Studium ein Praktikum bei der Polizei gemacht habe, sind wir auf Streife durch eine Wohnsiedlung gefahren, als ein Kollege auf ein Haus zeigte und sagte „Da haben wir neulich eine Leiche gehabt. Der ist beim Kacken gestorben. Auch witzig, ne?“

Und die Frage ist: WÄRST DU FEIN DAMIT? WÄRE DAS FÜR DICH IN ORDNUNG AUF DEM KLO ZU STERBEN?

Deine Antwort sollte nun bestenfalls „JA“ lauten. Warum?
Weil jede Situation deines Lebens gut genug sein sollte, um dich von diesem Teil des Lebens zu verabschieden. Wir wissen nicht was danach passiert und das ist sicher ein anderes Thema, aber egal was ist, egal wo du gerade bist, oder mit wem du gerade bist und was du gerade tust: Sorge dafür, dass du okay damit wärst, jetzt zu sterben, wenn du müsstest.

Weißt du, keiner von uns weiß, wann der Moment gekommen ist. Ich auch nicht. Ich will es auch ehrlich gesagt gar nicht wissen. Aber wenn ich jetzt sterben würde, also nicht, dass ich das will, bei Gott ich hab noch richtig viele Sachen, die ich erleben und tun will und hoffentlich auch darf  (zB lieben). Aber wenn ich müsste, wenn ich jetzt sterben müsste und es durch Zufall wüsste, dann wäre das glaube ich okay.
Weißt du warum? Ich habe gelebt. Ich habe mein Leben gelebt. 27 geile Jahre lang. Alles, was ich bis hierher getan habe würde ich genau so wieder machen. Ich sitze hier und bin einfach nur stolz!

Ich bringe jeden Tag etwas in die Welt, das mich richtig stolz macht. Bei dem ich froh bin, das tun zu können und zu wissen, dass das andere Leben bereichert hat. Das macht mich richtig glücklich. Und sollte es dann so sein, dass ich seit Tagen ungeduscht vorm Laptop sterbe, dann ist das eben so. Vielleicht fahre ich auch mit 180 Sachen auf der Autobahn in den Tod und mein letztes Wort wird „FUCK“ sein. Ja, das wäre nicht das beste letzte Wort und ich würde mir ein anderes wünschen, aber was willst du machen?

Lass mal ein bisschen Realität in deinen Kopf! Gerade im Bezug auf den Tod, macht das unendlich frei!

Weißt du, wir müssen uns mal von diesen Illusionen lösen. Davon lösen, dass der letzte Tag oder Moment unseres Lebens was ganz großes wird. Wahrscheinlich ist es nämlich so, dass der letzte Moment, nicht der Knaller sein wird.
Und wenn du mich fragst, ob ich Angst davor habe, dann kann ich dir sagen, dass ich neinen heiden Respekt davor habe. Und ja, auf Rosen gebettet mit allen drumherum, die wir lieben, die uns sagen wie sehr sie uns lieben zu sterben, wäre sicher schöner. Aber was ist, wenn du dir erlaubst, den Moment, in dem du jetzt bist aus jeder Perspektive heraus anzunehmen. Auch aus der Perspektive des Sterbens.

Der Schlüssel in der Frage, liegt meiner Meinung nach nicht darin, dass es gerade der perfekte Moment ist. Vielmehr liegt er in all dem, was du außerhalb dieses Moments tust. In dem, was du jeden Tag tust. Immer und immer wieder!

Liebst du deinen Job? Machst du das gerne? Nein? Dann ändere ihn!
Wissen die Menschen, die du liebst, dass du sie liebst? Nein? Sags ihnen einfach mal. Dazu musste nicht jeden Tag n Roman schreiben oder 3 Stunden mit ihnen telefonieren – wer hat denn Zeit für sowas? Aber sag es ihnen mal. Lass sie das mal fühlen.
Wohnst du an einem Ort, an den du gerne zurückkehrst? Nein? Dann zieh um! Was hält dich denn zurück außer dir selber?

Wenn du es schaffst, dein Leben ganzheitlich auf eine Ebene zu bringen, auf der du es geil findest, dann wird sich auch die Antwort auf die Frage ändern. Und wenn du diese Frage schon jetzt jeden Tag aus vollstem Herzen mit „JA“ beantworten kannst, dann sei ein Vorbild für andere und erlaube dir, diese Message weiter in die Welt zu bringen!

deine Gina

So nah und doch so fern. Jeden Tag stecken wir in unserem eigenen Körper und begleiten uns selbst durch den Tag. Es gibt keinen Moment im Leben, in dem wir uns selbst nicht die nähste Person sind. Wir sind die einzigen, die unsere Gefühle fühlen und unsere Gedanken denken können und trotzdem entfernen wir uns im Alltag mehr und mehr von uns selbst, wenn wir uns nicht aktiv bewusst machen, was in uns vorgeht.

Wenn ich dich nun fragen würde, wie nah du dir stehst, was wäre deine Antwort?
Manchmal passiert es, dass wir uns so weit von uns entfernen, dass wir nicht mehr definieren können, was wir wirklich wollen oder was uns Erfüllung bringt. In diesem Moment haben wir unsere tiefsten Bedürfnisse und Werte aus den Augen verloren und leben für das Außen.
Das ist der Moment in dem unser Ego so richtig aufblüht. Das Ego kannst du dir als den Teil im Verstand vorstellen, der ewig im Vergleich und im Kampf ist. Dein Ego suhlt sich in Schmerz und Trauer, mag Veränderungen gar nicht und ist super darin, den ganzen Tag zu meckern. Ich stelle mir mein Ego immer gerne als ein kleines zotteliges, grünliches Monster vor, das stetig vor sich hin brummt und meckert.
Dieses kleine Monster fängt richtig an Krach zu machen, wenn wir uns selbst nicht bewusst sind. Denn dann hat es genug Raum, um deinen Kopf mit all seinen Miseren zu füllen. Das Ergebnis? Unter anderem mangelndes Selbstbewusstsein, Ängste und Zweifel und das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen.

Der Weg zu uns selbst zurück ist nicht weit und nur, weil wir uns gerade verloren haben, heißt es nicht, dass wir das nie wieder ändern können. Ganz im Gegenteil geht es sogar sehr schnell das eigene Bewusstsein zu erhöhen und das kleine zottelige Monsterlein zu beruhigen.

Was kannst du also tun?
Gerne erzähle ich dir, was ich tue, um mich selbst mehr zu fühlen und mein Bewusstsein zu steigern.

Zeit für mich 

Regel Nummer eins ist, dass du dir Zeit für die Dinge nehmen musst, derer du dir bewusst werden möchtest. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du dir unbedingt Zeit für dich einplanen darfst. Darüber gibt es sogar bereits einen extra Beitrag.

Ich erlaube mir, mich zu fühlen

Kannst du dich fühlen? Oder weißt du nicht so richtig, wie du dich fühlst?
Dir bewusst zu sein bedeutet auch, dass du dir erlaubst, dich so richtig zu fühlen. Was geht in dir vor? Wie fühlt sich dein Körper, deine Seele und deine Energie an? Wie fühlt es sich an du zu sein? Wenn du möchtest, dann darfst du immer mal wieder eine kleine Übung machen, die dein Gefühlsbewusstsein stärken wird und die ich regelmäßig mache. Alle meine SeminarteilnehmerInnen werden diese Übung kennen:
Dazu setzt du dich einfach ganz bequem irgendwo hin. Du kannst dich in den Schneidersitz auf ein Kissen oder auf einen Stuhl setzen. Ganz egal. Erlaube dir in dieser Position anzukommen und fokussiere dich zu Beginn auf deinen Atem. Mir hilft es sehr, dass ich mich auf den Punkt konzentriere, der zwischen Ein- und Ausatmen liegt. Dieser Moment der absoluten Stille bringt sehr viel Ruhe mit sich. Wenn du in dieser Ruhe angekommen bist, dann gehst du Schritt für Schritt dein körperliches Gefühl ab. Wie fühlt sich dein Kopf, dein Hals, dein Bauch, die einzelnen Arme usw an. Nicht hetzen! Nimm jedes Körperteil einfach nur wahr und schenke dir diesen besonderen Moment. Du wirst merken, dass sich dein Körpergefühl mit der Zeit intensivieren wird.
Wenn du das beherrschst, wäre der nächste Schritt die energetische Wahrnehmung. Das ist aber zu tief, um es im Text zu beschreiben! Probier’s aus – es wirkt wahre Wunder

Ich kommuniziere von innen nach außen

Kommunizierst du von innen nach außen, oder von außen nach innen?
„Gute Frage“, denkst du wahrscheinlich. Achte mal ganz bewusst darauf, was deine Kommunikation auslöst und was genau du kommunizierst.
Schauen wir uns das mal anhand eines einfachen Beispiels an: Du unterhältst dich mit einer Freundin und sie spricht ein Thema an, das dir unangenehm ist. Was sagst du?
Eine Kommunikation, die intern startet, nimmt die externen Geschehnisse auf und würde genau das ausdrücken, was sich intern abspielt und somit die äußerlichen Bedingungen anpassen und als Ergebis davon im Inneren neuen Raum schaffen, in dem sich bewusste und fühlende Kommunikation entwickeln kann.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wenn deine Kommunikation extern startet, du ebenfalls wieder die externen Geschehnisse wahrnimmst, du dein internes Empfinden nicht ansprichst und so keinen Raum in deinem Inneren schaffst, in dem eine bewusste Kommunikation wächst. Stattdessen beamen wir uns in diesen Situationen wieder ins Ego und gelangen oftmals in den Verteidigungsmodus. Achte mal drauf 🙂

„Sei nicht so egoistisch!“ und du sollst mal mehr an andere denken, sagen dir tausende Ratgeber und Magazine. Ich sage, dass wir uns alle viel mehr um uns selbst kümmern dürfen. Denn das was wir sind, das strahlen wir aus und was wir ausstrahlen, das schenken wir unserem Umfeld. 

Wir verlieren uns so oft darin, etwas für andere zu tun, anderen zu gefallen und nicht anzuecken, dass wir dabei jemanden vergessen, der total wichtig ist: uns selbst. 
Sei mal ehrlich, wie oft vergisst du dich? 

Es sind diese kleinen Momente im Leben, die zeigen, wie wichtig wir uns selbst sind. 
Das fängt morgens mit dem ersten Gedanken beim Aufwachen an und hört abends damit auf, dass wir uns Zeit für uns nehmen – oder eben auch nicht.
Fängt dein Tag typischerweise damit an, dass du zum Handy greifst und erstmal checkst, was auf Social Media passiert? Und hetzt du dann von einem To-Do zum anderen? Bloß nicht zu spät zur Arbeit oder der Verabredung kommen. Zeit zum Atmen ist keine. Wir müssen uns beeilen.
Aber was hat das damit zu tun, wie sehr wir uns selbst lieben? 
Die Zeit, die wir uns für uns nehmen, ist eine ganz entscheidende. Wir machen uns in diesen Momenten zur Priorität und nehmen uns ernst. Kennst du das Gefühl, wenn dich jemand anderes zu einer Priorität macht? In diesen Momenten fühlen wir uns gesehen, geliebt und wertgeschätzt. Es fühlt sich gut an, für jemanden so wichtig zu sein, dass diese Person uns für einen Moment an die erste Stelle in ihrem Leben setzt. Und genau dieses Geschenk dürfen wir nicht nur anderen machen, sondern vor allem auch uns selbst.

Die Zeit, die du für dich einplanst ist ein großer Indikator dafür, wie wichtig du dir bist. Wenn du mich also fragst, ob du Selbstliebe erlernen kannst, dann rate ich dir, mit deinem Kalender anzufangen.
Das braucht sicher etwas Übung und womöglich auch Ausdauer, aber es ist nicht unmöglich und du kannst auch in einem vollen Tag Zeit für dich finden. 

Vielleicht sagst du das nächste Mal aus vollem Herzen „nein“ zu einer Verabredung, weil du dir gerne Zeit für dich nehmen möchtest. Oder du stehst von nun an 15 Minuten früher auf, um deinen Tag damit zu starten, einfach nur zu atmen und zu sein und deine ersten Gedanken ganz bewusst wahrzunehmen. 
Es sind die kleinsten Dinge, die wir für uns tun können, die ein tiefes Gefühl von Selbstliebe in uns schaffen. 

Unsere Zeit ist eine Entscheidung und diese Entscheidung dürfen wir für uns treffen. 
Am Ende möchte ich dir noch ein paar kleine Inspirationen geben, wie du deinen Alltag mit mehr Selbstliebe gestalten kannst!

15 Minuten nur ich

Nimm dir die ersten 15 Minuten des Tages nur für dich. Natürlich darfst du dir auch mehr Zeit nehmen, das musst du aber nicht. Es ist wunderbar, wenn du dir eine Stunde nur für dich nimmst, aber sind wir mal ehrlich, dann schaffen es wenige von uns, diese Stunde mit genügend Schlaf in den Alltag zu integrieren. Diese 15 Minuten sind 15 Minuten der puren Wertschätzung und Priorisierung für dich. Sie sind kostbar!

Ich bin einen Kalendereintrag wert

Oh yes, Baby! Du bist definitiv einen Eintrag in deinem Kalender wert. Nimm dir hin und wieder einen freien Tag und trage ihn dir in deinem Kalender ein. An diesem Tag hast du keine einzige geplante Verabredung oder Verpflichtung. Du darfst aufwachen und den ganzen Tag das tun, wonach dir gerade der Kopf steht. Ein Tag auf der Couch? Super! Spontan Lust Freunde zu sehen? Sehr schön. Egal, was du tun oder lassen möchtest, die Welt steht dir offen.
Sollte dich jemand im Vorfeld fragen, ob du an diesem Tag Zeit für eine Unternehmung hast, dann darfst du sehr gerne sagen, dass das ein Tag ist, an dem du nichts planst und dich zu 100% um dich kümmern möchtest. Sage diesem Menschen, dass du dich aber sehr freuen würdest, wenn ihr euch bald seht. Entweder du meldest dich dann spontan, oder ihr macht einfach direkt einen anderen Tag aus. Woher sollst du heute wissen, was du morgen tun möchtest? 😛 

Notiz an mich: Ich bin wunderbar!

Und? Machst du dir Komplimente oder meckerst du dich bisher stetig an?
Ab heute regnet es Komplimente! Erinnere dich daran, wie wunderbar und wertvoll du bist. Du darfst das sehr gerne aktiv machen. Stell dich vor den Spiegel, schau dir in die Augen und verliere ein paar schöne Worte über dich. Wir erwarten so oft von anderen, dass sie uns schöne Worte schenken, aber wir selbst können das immer noch am besten. Niemand kennt uns so gut, wie wir uns selbst kennen. 
Ich weiß, dass das nicht immer leicht ist, aber du wirst mit der Zeit daran wachsen und Freude daran finden, dir selbst einen schönen Moment zu schenken.